Vor gut 100 Jahren taucht ein Manuskript auf, das alles andere als Routine ist: die Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz von Biber. Ein Zyklus aus drei mal fünf Violinsonaten, jede in eigener Saitenstimmung, jede ein Perspektivwechsel. Musik als Versuchsanordnung – und als Annäherung an die Mysterien des Glaubens. Heute: ein Gipfel barocker Klangkunst.
In der Kirche Neu St. Alban klingt dieses Meisterwerk im Raum verteilt – und folgt damit der inneren Dramaturgie der Komposition selbst. Ganz besonders in dieser Besetzung: Sieben Violinen, dazu Viola, Kontrabass, Orgel und Cembalo – die Urban Strings fächern Bibers Material neu auf, schichten es um und denken es weiter. Das Ergebnis ist kein museales Update, sondern ein offener Prozess: historisches Material, gegenwärtig gelesen. Bibers Mysteriensonaten als System in Bewegung.
01.06.2026, 19:00, Neu St. Alban, Köln
Vor dem Konzert findet ein gemeinsamer Hör-Spaziergang statt.
Treffpunkt: 19h vor dem Eingang zu Neu St. Alban (Gilbachstraße 25, 50672 Köln)
Cast
Tabea Höfer: Violine, Viola
Georg Kallweit: Violine, Viola, Violone
Flóra Fábri: Cembalo, Orgel
Barrierefreiheit:
Abholservice & Assistenz vor Ort, Begleitperson kostenfrei, zur Interaktion vor Ort sind Materialien in Brailleschrift vorhanden, Format ist komplett auditiv erlebbar.
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